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Weibliche Sexualstörungen

Bei Frauen äußern sich Diabetes-bedingte Sexualstörungen vor allem durch verringerte Libido

Auch Frauen sind betroffen

Diabetesbedingte Sexualstörungen sind kein männliches Phänomen. Frauen sind wohl kaum seltener betroffen. Doch die Wissenschaft forscht erst seit jüngster Zeit nach den genauen Zeichen und Ursachen.

Eine Umfrage unter belgischen Diabetikerinnen ergab sexuelle Probleme bei mehr als einem Drittel der Befragten. Eine deutliche Mehrheit der Betroffenen verspürt weniger sexuelle Lust (Rückgang der Libido). Störungen des Orgasmus und Trockenheit der Scheide führten fast die Hälfte ins Feld. Zwanzig Prozent der betroffenen Frauen klagten über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Sexualstörungen entwickeln sich schleichend

Bei Frauen entwickeln sich die körperlichen Beschwerden eher schleichend. Die Nervenschädigungen und Durchblutungsprobleme, die ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel verursacht, hemmen zum Beispiel zunehmend die Schwellung und Befeuchtung der Schleimhäute im Genitalbereich. Außerdem fördert der Diabetes Infektionen der Scheide mit Pilzen oder Bakterien.

Weil eine unbehandelte oder schlecht behandelte Diabetes-Erkrankung auch zu einer Schädigung der Blasennerven führt, kann es zunehmend zu ungewolltem Harnabgang kommen. Eine Befürchtung, die die Lust auf Sex ebenfalls nicht steigert.

Zu einer gezielten Suche nach Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten kommt es aber selten. Leider sprechen Frauen solche Themen bei ihrem Arzt viel zu selten offen an.

Ein neuer Fragebogen aus den USA kann ein Hilfsmittel für alle Frauen sein, die mit den eigenen sexuellen Epfindungen hadern. Er kann einen Anhaltspunkt geben, wann ein Arzt aufgesucht werden sollte. Alle Fragen beziehen sich auf die letzten 2 bis 3 Monate:

www.fsfi-questionnaire.com