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Therapie

Information ist die Grundlage einer wirksamen Diabetes-Therapie

Diabetes-Therapie, Ersteinstellung

Nach Stellung der Diagnose Diabetes und Zuordnung zum jeweiligen Diabetes-Typ (Typ 1, Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes etc.) wird mit den Betroffenen ausführlich das weitere Vorgehen besprochen. Es werden die Therapieziele definiert und in einem "Gesundheitspass Diabetes" festgehalten.

Krankenhaus-Aufenthalte sind heutzutage im Rahmen eines neu entdeckten Diabetes nur noch selten erforderlich (z.B. bei ausgeprägten Blutzuckerentgleisungen, Koma etc.).

Neben einer eventuellen medikamentösen Therapie (bei Bedarf auch Insulin) ist die Basis der Diabetesbehandlung die Schulung. Entweder in Einzel- oder Gruppenschulungen werden alle Aspekte der Erkrankung zur Sprache kommen. Wichtig ist dabei die Vermittlung einer Diabetes gerechten Ernährung, wobei hier nicht mehr von einer strengen Diät gesprochen werden sollte.

Diabetes mellitus Typ 2: Gerade beim Typ-2-Diabetes ist die Aufnahme eines regelmäßigen, moderaten Ausdauertrainings sinnvoll, da dieses wesentlich zur meist erforderlichen Gewichtsabnahme und damit zum Therapieerfolg beträgt.

Nach Schulungsabschluss und Diabeteseinstellung erfolgt nach 4 bis 8 Wochen (in Einzelfällen auch länger) eine Zurücküberweisung an den Hausarzt.

Verlaufskontrollen des Diabetes

Nach der Diabetes-Ersteinstellung sind regelmäßige vierteljährliche Verlaufskontrollen ein wesentlicher Bestandteil des Therapieerfolges. Nur durch diese regelmäßigen Kontrolluntersuchungen lassen sich chronische Entgleisungen des Blutzuckers feststellen. So können rechtzeitig Anpassungen der Therapie vorgenommen werden, die die gefürchteten Folgeerkrankungen vermeiden bzw. frühzeitig erkennen und behandeln helfen.

Diese Kontrollen werden im Gesundheitspass Diabetes dokumentiert und sind somit für Hausarzt, Diabetes-Schwerpunktpraxis, Augenarzt und Krankenhaus eine wichtige Informationsquelle. Auf Wunsch des Hausarztes können diese regelmäßigen Diabetes-Checks auch bei uns durchgeführt werden, üblicherweise ist hierzu jedoch ein Überweisungsschein erforderlich.

Meist macht nach 2 bis 3 Jahren eine Auffrischschulung wieder Sinn, da nach Ablauf dieser Zeit viele Schulungsinhalte wieder vergessen sind oder nicht mehr konsequent genug beachtet werden.