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Autofahrer aufgepasst

Unterzucker spielt bei Verkehrsunfällen von Diabetikern häufig eine Rolle.

 

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat festgestellt, dass Verkehrsteilnehmer mit Diabetes mellitus Typ-1 und Typ-2 keinen Sonderplatz in der Unfallstatistik einnehmen. Sie sind genauso oft an Unfällen beteiligt wie Nichtbetroffene.

Wenn an Diabetes Erkrankte jedoch in einen Unfall verwickelt sind, spielt Unterzucker (Hypoglykämie) häufig eine Rolle. Unterzuckerung führt zu Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen, aber auch zu Bewusstseinsbeeinträchtigungen. Wird die Unterzuckerung nicht rechtzeitig wahrgenommen, kann es im Straßenverkehr gefährlich werden.

Vorsichtsmaßnahmen

Betroffene sollten deshalb einige Sicherheitsmaßnahmen beachten, bevor sie sich hinters Lenkrad setzen:

  • Vor Fahrtbeginn den Blutzucker messen
  • Kohlenhydrate, die schnell ins Blut gehen, griffbereit halten (Traubenzucker, zuckerhaltige Getränke)
  • Bei längeren Fahrten: alle zwei Stunden anhalten und den Blutzuckerspiegel kontrollieren
  • Bei Anzeichen von Unterzucker während der Fahrt: sofort anhalten, Blutzuckerspiegel messen, Energiespeicher auffüllen

Wird infolge einer Unterzuckerung ein Verkehrsunfall verursacht, muss unter Umständen mit dem Verlust des Führerscheins gerechnet werden.

Mit dem richtigen Training lernen

Menschen, die ihre Unterzuckerung nicht rechtzeitig wahrnehmen können, sind nicht fahrgeeignet. Um die Anzeichen rechtzeitig erkennen zu lernen, können Autofahrer an einem Unterzucker-Wahrnehmungstraining teilnehmen. Das wird in der Regel von diabetologischen Schwerpunktpraxen und Kliniken angeboten.

Vorsicht im Alter

Vor allem ältere Menschen haben häufig Probleme, Unterzucker zu erkennen. Symptome wie Zittern oder Schwindel bringen sie oft nicht mit Unterzucker, sondern mit ihrem Alter in Verbindung. Sie sollten daher besonders aufmerksam sein, bevor sie sich in den Straßenverkehr begeben.

Weitere Infos zum Thema: Was im Alter anders ist