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Diabetes und Demenz

Kann Diabetes Demenz begünstigen?

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der University of Washington deuten darauf hin, dass steigende Blutzucker-Werte sowohl bei Nicht-Diabetikern als auch bei Diabetikern das Risiko erhöhen, eine Demenz zu entwickeln.

Dass Diabetes mellitus die Entwicklung einer Demenz begünstigen kann, haben bereits mehrere Studien bestätigt. „Diabetes ist einer von sieben behandelbaren Risikofaktoren, auf die womöglich bis zur Hälfte der Alzheimer-Erkrankungen zurückzuführen sind“, zitiert die Ärztezeitung Dr. Bastian Fatke und Prof. Hans Förstl vom Klinikum rechts der Isar in München.

Demzufolge kann eine gezielte Diabetes-Vorbeugung beziehungsweise eine effektive Diabetes-Therapie dazu beitragen, eine Demenz-Erkrankung zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern. Umgekehrt ist es gerade bei Diabetes-Patienten wichtig, die Signale einer Demenz-Erkrankung frühzeitig zu erkennen, um den negativen Folgen für die Diabetes-Therapie rechtzeitig entgegentreten zu können.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) spricht sich daher dafür aus, bei „Risikopatienten“ ein jährliches Demenz-Screening durchführen zu lassen. Mit Risikopatienten sind Menschen über 65 Jahre gemeint, die bereits länger an Diabetes erkrankt sind und „klinische Hinweise auf eine kognitive Beeinträchtigung zeigen“.