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Diabetische Retinopathie & Vorsorge

Diabetische Retinopathie und Vorsorge

„Im Grunde bedroht die diabetische Retinopathie alle zuckerkranken Patienten“, schreibt Prof. Hellmut Mehnert in seiner Kolumne in der „Ärztezeitung“. Deshalb sollten, so der renommierte Diabetologe weiter, erwachsene Diabetiker jedes Jahr zur Retinopathie-Kontrolle gehen: „Schwangere sogar noch öfter.“

Bei der diabetischen Retinopathie führt die Grunderkrankung Diabetes mellitus zu einer Schädigung der kleinen Blutgefäße in der Netzhaut des Auges. Je länger bereits eine unbehandelte oder unzureichend behandelte Diabetes-Erkrankung vorliegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine schwere diabetische Retinopathie zu entwickeln.

Prof. Hellmut Mehnert: „Nach 20-jähriger Diabetesdauer haben fast alle Patienten mit Typ-1-Diabetes sowie 60 bis 80 Prozent der Typ-2-Patienten retinopathische Netzhautschäden.“ Wird die Erkrankung rechtzeitig entdeckt, können wirksame Therapiemaßnahmen eingeleitet werden. Genau deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge so wichtig. Zwar ist es derzeit noch nicht möglich, die diabetische Retinopathie zu heilen, doch bietet die moderne Medizin heute unterschiedliche Behandlungsstrategien, die ein Fortschreiten dieser Augenerkrankung eindämmen und sogar stoppen können.

Die beste Therapie ist aber immer noch die rechtzeitige Erkennung und „Entschärfung“ der Grunderkrankung Diabetes, um der diabetischen Retinopathie sozusagen den Nährboden abzugraben. Ganz entscheidend sei laut Prof. Mehnert dabei die Qualität der Blutzuckereinstellung. Und die ist immer abhängig von Arzt und Patient.