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Mundhygiene bei Diabetes

Mundhygiene bei Diabetes

Diabetes und Parodontitis beeinflussen sich gegenseitig und können eine Negativ-Spirale bilden. Wie genau diese unglückliche Wechselwirkung aussieht, konnten Sie bereits in unserem Patientenmagazin vom Sommer 2013 nachlesen. Falls Sie das Heft nicht mehr griffbereit haben: Der folgende News-Beitrag gibt Aufschluss, warum eine sorgfältige Mund- und Zahnhygiene gerade für Diabetiker so wichtig ist.

Eine Parodontitis, also eine Entzündung des Zahnbetts, entwickelt sich immer aus einer Zahnfleischentzündung heraus. Nun muss eine Entzündung des Zahnfleisches aber nicht notwendigerweise zur Parodontitis führen – sie kann auch wieder abklingen. Weil Diabetiker aber häufiger von Entzündungen betroffen sind und diese schlechter verheilen als bei gesunden Menschen, ist bei Diabetes-Patienten das Risiko einer Parodontitis erhöht.

Hat sich bei einem Diabetes-Patienten erst eine solche Zahnbettentzündung entwickelt, verläuft diese in der Regel auch schwerwiegender als bei einem Gesunden. Zudem wirkt sich eine unbehandelte Parodontitis negativ auf die Blutzuckereinstellung des Diabetes-Patienten aus, weil sie die Insulinresistenz fördert.

Halten wir also fest: Diabetiker haben ein deutlich höheres Risiko für Entzündungen – auch für Entzündungen im Mundraum. Diabetiker mit einer unbehandelten Parodontitis weisen ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels auf. Deshalb ist für Diabetes-Patienten eine gründliche Mundhygiene mit regelmäßiger Verwendung von Zahnseide und antibakterieller Mundspülung das A und O, um gesund im Mund zu bleiben und den Diabetes nicht zusätzlich zu fördern. Empfehlenswert ist außerdem eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt – möglichst zweimal im Jahr.