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Sport im Freien trotz Kälte?

Joggen und Walken trotz Kälte?

Wer im Frühling, Sommer und Herbst gerne in der Natur joggen oder walken geht, muss sich im frostigen Winter notgedrungen eine Alternative suchen, richtig? Nicht unbedingt! Denn Sport im Freien ist auch in der kalten Jahreszeit möglich, sofern ein paar wichtige Punkte beachtet werden.

Gerade in Herbst und Winter sollte auf Bewegung nicht verzichtet werden. Denn regelmäßige sportliche Aktivität hält nicht nur die Muskeln auf Trab, sie trainiert auch das Immunsystem. Wer sich also mehrmals pro Woche zum Joggen oder Walken an die frische Luft begibt, hat gute Chancen, der ein oder anderen Erkältung regelrecht davonzulaufen.

Voraussetzung ist allerdings, dass man sich nicht überfordert. Und dass man sich für den Sport an den kühleren Tagen passend kleidet, um sich effektiv vor Auskühlung zu schützen.

Denn eine Unterkühlung erhöht die Gefahr von Infekten und Erkältungen ganz erheblich. Nässe und Kälte müssen deshalb möglichst fern vom Körper gehalten werden. Im Winter sollten Sie daher zumindest am Oberkörper zwei bis drei atmungsaktive Kleidungsschichten übereinander tragen, die den Abtransport von Schweiß zulassen und gleichzeitig die Kälte draußen halten. Ganz wichtig ist zudem eine atmungsaktive Mütze (Stirnband reicht nicht!), denn über den Kopf verlieren wir besonders viel Körperwärme.

Komplett wird die winterfeste Ausstattung mit dem richtigen Schuhwerk: Gerade für das Laufen im Winterwald bieten sich spezielle Trail-Running-Schuhe an, die mit ihrem ausgeprägten Sohlenprofil dem Fuß auf rutschigem Untergrund mehr Halt verleihen. Aber Vorsicht: Wenn es zu kalt (deutliche Minusgrade), zu glatt und aufgrund von Schnee oder Matsch zu unübersichtlich wird, sollten Sie besser ganz auf die Joggingrunde verzichten und den Sport ausnahmsweise nach drinnen verlagern.

Vorsicht bei Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes

Bei vorliegenden Erkrankungen wie Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes mellitus ist zusätzliche Vorsicht geboten, denn bei kälteren Temperaturen werden die Atemwege stärker belastet und die Blutgefäße ziehen sich zusammen, was den Bluttransport und damit die Sauerstoffversorgung erschwert. Grundsätzlich gilt bei kälteren Temperaturen: Joggen und Walken ist für Ihren Körper eine größere Herausforderung als bei etwas wärmeren Temperaturen. Daher sollten Sie vor dem winterlichen Outdoor-Sport speziell als Laufsport-Anfänger und im Fall von bestehenden Erkrankungen unbedingt mit Ihrem Arzt über Ihre sportlichen Ambitionen sprechen.

Und falls es dann wirklich zu kalt wird, gibt es ja noch das Trimm-dich-Rad im heimischen Wohnzimmer. Zwar muss man dabei auf die frische Luft verzichten, aber immerhin kann man dann beim Sport seine Lieblingsserie sehen…