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Vitamin C verhindert oxidativen Stress

Essen Sie doch mal wieder zwei Kiwis, oder pressen Sie sich zum Frühstück drei Orangen aus: damit haben Sie Ihren Tagesbedarf an Vitamin C schon gedeckt. Gerade für Diabetes-Patienten ist eine gute Versorgung mit der wasserlöslichen Ascorbinsäure besonders nützlich.

Wir alle wissen es spätestens seit der Orangensaft-Werbung: Vitamin C ist sehr gesund, es schützt vor Erkältung, stärkt das Immunsystem, fördert die Entgiftung, beugt Depressionen vor und unterstützt die Wundheilung. Dazu hat das Vitamin noch eine weitere Fähigkeit, von der insbesondere Diabetes-Patienten profitieren: es fängt freie Radikale ab und senkt dadurch oxidativen Stress.

Freie Radikale und oxidativer Stress – was ist das eigentlich?

Freie Radikale sind Moleküle, die im menschlichen Körper als Nebenprodukt des Stoffwechsels entstehen. Weil sie dazu neigen, gesunde Zellen anzugreifen, werden die freien Radikale vom Immunsystem sofort beseitigt. Manchmal gelingt dieser Abtransport aber nicht schnell genug, weil das Immunsystem gerade geschwächt ist. Oder weil der Stoffwechsel, etwa durch übermäßigen Sport, so auf Hochtouren läuft, dass der Körper von freien Radikalen überschwemmt wird und mit der Beseitigung nicht hinterherkommt. Wenn sich dann zu viele freie Radikale im Körper sammeln, entsteht der sogenannte „oxidative Stress“: die Entgiftungsmechanismen geraten aus dem Gleichgewicht, die Gefahr von Zellschäden steigt. Hier kommt Vitamin C dem Immunsystem zu Hilfe: es verbindet sich mit den freien Radikalen und hält sie davon ab, die Körperzellen anzugreifen. Wer also gut mit Vitamin C versorgt ist, ist vor oxidativem Stress besser geschützt. 

Oxidativer Stress begünstigt Folgeerkrankungen

Für Sie als Diabetiker ist das Vitamin deshalb besonders nützlich. Denn zum einen geraten Diabetiker häufiger als andere Menschen unter oxidativen Stress, etwa durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte. Zum anderen begünstigt oxidativer Stress die Folgeerkrankungen des Diabetes. Es lohnt sich also, wenn Sie Ihren Körper gut mit Vitamin C versorgen und damit freien Radikalen frühzeitig entgegenwirken. Zumal das Vitamin noch andere Vorteile mitbringt: es kann die Leistung der Bauchspeicheldrüse verbessern, macht die Zellen aufnahmefähiger für Glukose und senkt dadurch Insulinbedarf und Blutzuckerspiegel. 

Vitamin-C-Bomben für Ihre optimale Versorgung

Sie mögen weder Kiwis noch Orangen? Glücklicherweise sind auch andere Obst- und Gemüsesorten echte Vitamin-C-Bomben, zum Beispiel Paprika, Brokkoli, Spinat, Petersilie, alle Kohlsorten, Zitrusfrüchte, Hagebutten, Schwarze Johannisbeeren, Sanddorn und die Acerola-Kirsche. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C liegt, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, bei etwa 110 Gramm.

Viel Gemüse, Obst nur in Maßen

Weil der Körper wasserlösliche Ascorbinsäure nicht speichern kann, ist es sinnvoll, ihn mehrmals täglich zu versorgen: essen Sie am besten vier bis fünf Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt. Als Diabetiker sollten Sie dabei Gemüse den Vorzug geben, weil Obst viel Fructose, also Fruchtzucker enthält. Beschränken Sie sich deshalb besser auf täglich ein bis zwei Portionen Obst, jeweils so viel, wie in eine Hand passt. Abends ist Obst für Diabetiker ganz tabu, weil die Fructose den Nüchternblutzucker am nächsten Morgen in die Höhe treiben würde. Vitamin C können Sie übrigens auch als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, zum Beispiel als Pulver oder Kapsel, die ihren Wirkstoff nach und nach freisetzt.

Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis, welche Möglichkeiten sich für Sie am besten eignen.

 

 

 

Foto:  Unsplash / Israel Egío