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Wie gefährlich ist Bluthochdruck?

Regelmäßige Bewegung wirkt Bluthochdruck entgegen

In Momenten, in denen wir Angst haben oder in Schrecken geraten, schlägt unser Herz urplötzlich schneller und der Blutdruck steigt. Das ist auch gut so, denn dadurch wird unser Körper in Situationen, die ein schnelles Handeln erfordern (z.B. Flucht vor einer Bedrohung), blitzschnell in den Aktiv-Modus versetzt. Nach überstandener Gefahr legt sich die Angst wieder und auch der Blutdruck geht zurück auf das Ausgangsniveau. Normalerweise. Doch bei vielen Menschen ist der Blutdruck chronisch erhöht. Frage: Wie gefährlich ist das eigentlich?

Kurz gesagt: Je früher und konsequenter etwas gegen chronischen Bluthochdruck unternommen wird, desto besser. Denn bleibt chronischer Bluthochdruck zu lange unerkannt und unbehandelt, können sich daraus ernsthafte Folgeerkrankungen entwickeln. Erhöhter Blutdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, gilt neben Diabetes mellitus, neben einem erhöhten Cholesterinspiegel und neben dem Rauchen als Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und von schwerwiegenden Herz-Kreislauferkrankungen.

Bluthochdruck: Senioren sind häufiger betroffen

Wann spricht man nun von Bluthochdruck und wodurch wird seine Entstehung gefördert? Laut einer Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein systolischer Blutdruck von mehr als 140 mmHg als erhöht, beim diastolischen Blutdruck liegt die Grenze bei 90 mmHg. Der erste Wert bezeichnet grob gesagt die Blut-Ausströmphase aus dem Herz in den Körperkreislauf, der zweite Wert die Einströmphase in die Herzkammern.

Ältere Menschen sind durchschnittlich häufiger von Bluthochdruck betroffen, aber auch immer mehr Jüngere weisen erhöhte Werte auf. Denn neben einer genetischen Veranlagung können auch beeinflussbare Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Tabakkonsum und übermäßiger Alkoholgenuss die Entstehung von Bluthochdruck fördern.

Bei einem kurzzeitig erhöhten Blutdruck, wie er etwa während einer Migräneattacke auftreten kann, sind in der Regel keine Folgeschäden zu befürchten. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck aber muss unbedingt behandelt werden, um das Risiko für Folgeerkrankungen zu minimieren. Neben der medikamentösen Therapie hat sich bei sehr vielen Patienten eine konsequente Änderung des Lebensstils mit mehr Bewegung (z.B. moderater Ausdauersport, Gymnastik) und einer ausgewogeneren Ernährung zur Gewichtsreduktion als äußerst wirksam erwiesen.

Foto: Jacob Lund / shutterstock.com