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Dating mit Diabetes

Menschen leben gerne in Partnerschaften, und so suchen jeden Tag Tausende Singles nach der „besseren Hälfte“. Menschen mit Diabetes stehen hier oft vor einer Herausforderung: Wann sage ich meinem potenziellen Partner, dass ich Diabetes habe? Wie sage ich es ihm oder ihr? Die einen haben vielleicht schon Routine darin – andere machen sich vor dem ersten Date viele Gedanken. Wir haben ein paar Tipps, die Sie befolgen können, wenn Sie möchten.

Der richtige Zeitpunkt

Den gibt es, wie bei den meisten Dingen im Leben nicht. Wenn Sie sich wohlfühlen und der Meinung sind, dass auf das erste Date noch mehrere folgen, können Sie Ihrem Gegenüber bereits bei der ersten Verabredung erzählen, dass Sie Diabetes haben. Wenn Sie sich anschließend weiterhin treffen, ist früher als später eine gute Devise. Je später Sie das Thema anschneiden, desto größer ist nämlich die Gefahr, dass Ihr Partner Ihnen vorwirft, nicht ehrlich mit ihm oder ihr gewesen zu sein. Außerdem sorgt Geheimniskrämerei unnötig für Stress, der vor allem in der rosaroten Anfangsphase einer Beziehung fehl am Platz ist.

Die richtigen Worte

Auch hier kommt es auf Sie persönlich und auch auf Ihr Gegenüber an. Es ist empfehlenswert, unaufgeregt und vor allem knapp zu erklären, dass Sie an Diabetes leiden, dass Sie durch die Krankheit aber in Ihrem Alltag kaum eingeschränkt sind. Das wird Ihr Date entspannen.

Seien Sie ehrlich, auch wenn der Diabetes „zufällig“ rauskommt, weil Ihr Date Ihre Insulinpumpe entdeckt. Das stärkt das Vertrauen zwischen Ihnen und ist eine gute Basis für die Zukunft.

Rückfragen zeugen von Interesse, aber achten Sie darauf, den Diabetes nicht zum Gesprächsthema Nummer eins werden zu lassen. Wenn es Ihnen selbst zu tief oder zu nah geht, wechseln Sie lieber charmant das Thema.

Der richtige Umgang

Vor allem wenn Sie ein Blutzuckermessgerät nutzen und sich manuell Insulin spritzen, stellt sich die Frage: Mache ich das vor dem anderen? Die Antwort ist recht klar: Sagen Sie Ihrem Partner, dass Sie vor dem Essen messen und spritzen müssen, und fragen Sie ihn oder sie direkt, ob es für ihn in Ordnung ist, dass Sie dies – natürlich ganz diskret – am Tisch tun können. Wenn Sie selbst sich dabei nicht wohlfühlen, stellt sich die Frage gar nicht: Entschuldigen Sie sich und gehen Sie zum Beispiel auf die Toilette.

Vor dem „ersten Mal“ können Sie mit Ihrem Partner besprechen, ob Sie die Insulinpumpe ablegen sollen oder nicht. Sie können ihm oder ihr auch zeigen, dass Sie keine Schmerzen haben, wenn er oder sie an die Kanüle kommt, und dass man den Schlauch nicht einfach so herausziehen kann.

Der richtige Partner

Natürlich muss sich Ihr neuer Partner oder Partnerin an alles gewöhnen – an die Erkrankung, an das Messen und Spritzen bzw. an die Insulinpumpe. Wenn er oder sie Sie aber gut findet, rücken diese Dinge in den Hintergrund und stellen kein Pro oder Contra eine Beziehung mit Ihnen dar. An der Reaktion auf Ihre Erklärung können Sie unter anderem auch feststellen, ob aus ein paar Dates etwas Langfristiges werden kann. Hauptsache, Sie fühlen sich wohl und Ihr Partner bringt Ihnen Respekt entgegen.

Wenn Ihr Gegenüber unsicher wirkt, dann befürchtet er oder sie vielleicht, etwas Falsches zu sagen. Nehmen Sie ihm oder ihr die Angst durch offene Worte wie „Frag mich einfach, was dich interessiert. Es gibt keine doofen Fragen.“

Wichtig ist aber auch, dass Sie nicht den Diabetes als Grund sehen, falls das Date sich nicht noch einmal mit Ihnen treffen möchte. Es gibt viele Gründe, warum die Chemie zwischen zwei Leuten nicht stimmt – eine Erkrankung wie Diabetes gehört in den meisten Fällen nicht dazu.

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