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Morbus Basedow

Hormonüberflutung durch Antikörper

Morbus Basedow ist eine Erkrankung der Schilddrüse, die nach Carl von Basedow benannt ist. Ihre drei Leitsymptome – eine vergrößerte Schilddrüse, ein erhöhter Puls und Augäpfel, die aus den Augenhöhlen hervortreten – beschrieb der Merseburger Arzt bereits im Jahr 1840.

Hormonexpert Schilddrüse - Schilddrüsenunterfunktion - Morbus Basedow
Kopfschmerzen können Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion sein, die bei Morbus Basedow auftritt.

Morbus Basedow gehört zu den Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Immunsystem irrtümlich gegen den eigenen Körper wendet. Es produziert die Antikörper TRAK, die an der Schilddrüse andocken und diese zu übermäßiger Hormonproduktion anregen. So kommt es zur Überfunktion. Die Patientin wird mit Schilddrüsenhormonen überflutet. Die Schilddrüse nimmt übermäßig Jod auf und wächst, das Hormonsystem gerät aus dem Gleichgewicht.

Hormonexpert Schilddrüse - Grafik - Morbus Basedow
Die Antikörper TRAK docken an der Schilddrüse an und führen zur übermäßigen Hormonproduktion.

Leitsymptome und weitere Anzeichen

Die drei Leitsymptome der Erkrankung sind ein schneller Puls, eine vergrößerte Schilddrüse und die Augenerkrankung Endokrine Orbitopathie, bei der die Augäpfel hervortreten. Der Kropf kann sich durch Schluckbeschwerden bemerkbar machen, durch ein Engegefühl im Hals oder Atemnot bei Belastung. Neben den Leitsymptomen gibt es noch weitere Anzeichen, die auf Morbus Basedow hinweisen können:

  • Schlaflosigkeit
  • Zittern und Nervosität
  • Gereiztheit
  • Gewichtsverlust
  • Zyklusstörungen
  • Schweißausbrüche
  • Abneigung gegen Wärme
  • geschwollene, raue Haut im Gesicht und an Armen und Beinen
Oft bricht Morbus Basedow während einer Hormonumstellung aus – in Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahren.

Ursache und Auslöser

Man vermutet, dass die Veranlagung zu Morbus Basedow erblich bedingt ist. Oft bricht die Erkrankung im Zusammenhang mit Hormonumstellungen aus – in der Pubertät, der Schwangerschaft oder den Wechseljahren. Auch Umwelteinflüsse wie Stress, Belastungssituationen, Virusinfektionen oder Rauchen können Auslöser sein. Über 80 Prozent der Morbus-Basedow-Patienten sind Frauen.

Therapie der Überfunktion

Der Morbus Basedow lässt sich durch Medikamente, einen operativen Eingriff oder die Radiojodtherapie therapieren. Die Verfahren entsprechen der Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion. Damit gelingt es, Morbus Basedow zum Rückzug zu bewegen oder die Überfunktion dauerhaft zu unterbinden.

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