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Corona-Impfung für Menschen mit Diabetes

Seit mehr als zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie maßgeblich unseren Alltag und unser Zusammenleben. Expertinnen und Experten sind sich einig, dass man mit der COVID-19-Schutzimpfung (Corona-Impfung) nicht nur sich selbst und seine Mitmenschen schützt, sondern damit auch dazu beiträgt, die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden. Aber was müssen dabei insbesondere Menschen mit Diabetes beachten? Wir haben für Sie ­wichtige Antworten zusammengestellt.

Sollten sich Menschen mit Diabetes ­generell genauso impfen lassen wie ­Menschen ohne chronische Erkrankung?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die COVID-19-Schutzimpfung ausdrücklich für Personen ab 18 Jahren mit Grunderkrankungen, die ein erhöhtes ­Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben. Dazu gehören auch Menschen mit Diabetes mellitus. Darüber hinaus empfiehlt die STIKO die Impfung auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren mit Grunderkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für ­schwere COVID-19-Verläufe haben. Dies umfasst ­Kinder und Jugendliche mit schlecht eingestelltem Diabetes beziehungsweise einem Langzeitblutzuckerwert (HbA1c-Wert) von über 9 Prozent.

Zusätzlich heißt es auf der Internet­seite des Robert Koch-­Instituts (RKI): Weil der Impfschutz bei älteren Menschen und Menschen mit schwächerem Immun­system schneller abnimmt, sollen diese Personengruppen bevorzugt eine Auffrischimpfung (Booster-Impfung) erhalten.

Bei Fragen zur Impfung und ­insbesondere zu Auffrischimpfungen steht Ihnen das Team von Hormonexpert gerne zur Verfügung. Patientinnen und Patienten mit Sorgen und Bedenken wegen ihrer chronischen Erkrankung sollten sich nicht scheuen, ­diese gegenüber ihrer behandelnden Ärztin oder ­ihrem behandelnden Arzt offen anzusprechen. Ärztinnen und Ärzte müssen immer die persönliche Therapiesituation ihrer ­Patienten berücksichtigen, um den Nutzen und die möglichen Risiken einer Impfung gegeneinander abzuwägen. In aller Regel ist die Impfung aber auch und besonders für Menschen mit Diabetes zu empfehlen.

Haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf?

Bei Menschen mit Diabetes können eine schlechte Blutzuckereinstellung, Übergewicht, ein höheres Alter sowie begleitende Erkrankungen das Risiko für einen ­schweren COVID-19-Verlauf erhöhen. Umgekehrt gilt aber auch: Das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf kann durch eine ­stabile Blutzucker- und Stoffwechseleinstellung verringert werden, weil sich diese Stabilisierung insgesamt günstig auf das Immun­system auswirkt.

Ein funktionierendes, waches Immun­system ist eine wichtige Voraussetzung, um das neuartige Coronavirus und auch andere Krankheits­erreger wirksam bekämpfen zu können. ­Genauso bedeutend wie eine stabile Blutzucker- und Stoffwechseleinstellung ist daher die COVID-19-Schutzimpfung: Denn auch diese unterstützt das Immun­system dabei, das Virus möglichst effektiv zu ­bekämpfen.

Wie sicher sind mRNA-Impfstoffe und was kann der neue Protein-Impfstoff?

Sogenannte mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 sind in der EU seit Ende 2020 (Biontech/Pfizer) beziehungs­weise seit Anfang 2021 (Moderna) zugelassen. Seither wurden Millionen von Menschen in Deutschland und weltweit bereits mehr als eine Milliarde Menschen damit geimpft. Die Wirksamkeit und Sicherheit dieser neuartigen Impfstoffe ist somit längst nachgewiesen. Dennoch haben noch immer manche Menschen die Sorge, die mRNA-­Impfstoffe seien zu wenig erprobt und könnten das menschliche Erbgut verändern. Beide Bedenken sind unbegründet. Denn der Einbau der mRNA in das Erbgut der Zelle ist aus verschiedenen Gründen gar nicht möglich. Und tatsächlich wird an mRNA-Impfstoffen bereits seit Jahrzehnten geforscht, sie sind also gut erprobt und getestet.

Es gibt neben den mRNA-Impfstoffen aber auch noch andere sichere und wirksame Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Neuester Vertreter ist der Impfstoff Nuvaxovid® der Firma Novavax, der in der EU Ende 2021 zugelassen wurde. Dieser Impfstoff ist ein sogenannter Protein-Impfstoff: Er enthält keine mRNA, sondern Partikel, die dem Spike-Protein des Coronavirus SARS-CoV-2 nachempfunden sind. Dadurch wird ­infolge der Impfung das Immunsystem angeregt, Antikörper und Abwehrzellen zu ­bilden. Vom Prinzip her ist das eine vorsorgliche ­Abwehr-Aktivierung gegen das neuartige Coronavirus, wie sie auch die anderen Impfstoffe anstoßen – nur eben mit einer ­etwas anderen Methode.

Für welchen Impfstoff Sie sich auch entscheiden: Alle in der EU zugelassenen Impf­stoffe gelten als sicher und gut wirksam gegen einen schweren COVID-19-Verlauf. Zwar kann die Impfwirkung bei chronisch erkrankten Menschen insgesamt schwächer ausfallen als bei Gesunden. Sie bietet in der Regel aber immer noch guten Schutz gegen einen schweren COVID-19-Verlauf.

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