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Fit mit Nordic Walking

Angefangen hat es als Notlösung für die schneefreie Zeit: Um ihre Kondition über den Sommer zu retten, begannen skandinavische Langläufer in den 1930er Jahren, mit Stöcken durch Wälder und Moore zu marschieren. Daraus ist der Trendsport Nordic Walking entstanden, der sich für unsere Typ-2-Diabetiker besonders gut eignet.

Nordic Walking ist eine sanfte Sportart, die untrainierte Einsteiger nicht überfordert und trotzdem die Fitness verbessert. Dadurch können auch ältere oder übergewichtige Menschen sie ausüben, genauso wie Patienten mit Gelenkproblemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder während einer Rehabilitation. Die Liste der Vorteile für Ihre Gesundheit ist beeindruckend: Nordic Walking trainiert die Muskulatur des ganzen Körpers, schont die Gelenke, stärkt Herz und Immunsystem, verbessert die Kondition, fördert die Beweglichkeit, regt die Fettverbrennung an, baut Stress ab und sorgt für gute Laune. 

Ideales Training bei Typ-2-Diabetes

Für unsere Patienten mit Typ-2-Diabetes gibt es sogar noch mehr Gründe, sich für Nordic Walking zu entscheiden: Sie können durch die schonende Bewegung Ihren Blutzucker aktiv senken und kommen dadurch mit weniger Medikamenten aus – ohne die Gelenke zu überlasten. Zusätzlich unterstützt die Sportart das Abnehmen, was bei Typ-2-Diabetes meist zu den Therapiezielen gehört. Nordic Walking ist damit ein Gesundheitssport für jedes Lebensalter, den wir bei Hormonexpert unseren Patienten häufig empfehlen. 

Auf die Technik kommt es an

Wirksam werden die vielen Vorteile der Sportart allerdings nur, wenn Sie die korrekte Technik anwenden. Besonders die richtige Armbewegung ist dabei wichtig, sonst kann es schnell zu einer Überlastung der Ellenbogen kommen. Wie Sie sich beim Gehen mit den Stöcken richtig bewegen, lernen Sie von einem ausgebildeten Nordic-Walking-Trainer in einer Einsteigergruppe. Sobald Sie sich mit dem Bewegungsablauf sicher fühlen, dürfen Sie auf eigene Faust losziehen wann immer Sie möchten. Natürlich können Sie sich auch dauerhaft einer Nordic-Walking-Gruppe anschließen – vielen Menschen macht Sport gerade in netter Gesellschaft besonders viel Spaß.

Behutsam starten

Bevor Sie mit Nordic Walking loslegen, lassen Sie sich am besten bei Ihrem Hausarzt oder Diabetologen durchchecken. Starten Sie dann behutsam mit kurzen Trainingseinheiten dreimal pro Woche und halten Sie dazwischen immer einen Tag Pause ein. Steigern Sie allmählich die Länge Ihrer Einheiten, aber ohne zu übertreiben! Gesund ist es, wenn Sie leicht ins Schwitzen kommen, dabei aber noch entspannt ein Gespräch führen können. Wenn Sie regelmäßig jeden zweiten Tag trainieren, verbessert sich auch bei diesem langsamen Tempo Ihre Leistungsfähigkeit enorm. Hier finden Sie einen Trainingsplan, der Ihnen beim Einstieg eine gute Orientierung bietet.

Die richtige Ausrüstung

Sportschuhe, bequeme Sportkleidung und ein Paar Stöcke – mehr brauchen Sie nicht, um mit Nordic Walking zu beginnen. Bei den Stöcken ist die passende Größe wichtig, damit Sie die Bewegungsabläufe fehlerfrei ausführen können. Die richtige Stocklänge wird anhand Ihrer Körpergröße und Schrittlänge berechnet, lassen Sie sich dazu in einem Fachgeschäft beraten. Die Handschlaufen der Stöcke können Sie durch Klettverschlüsse in der Weite verstellen. Wenn Sie das Klackern Ihrer Stöcke auf dem Erdboden stört, können Sie Gummipuffer für die Stahlspitzen anschaffen, die das Geräusch dämpfen. Bei den Schuhen sind Jogging- oder leichte Trekkingschuhe die richtige Wahl. Diese sollten gut sitzen und dürfen nicht zu eng sein – vor allem dann, wenn aufgrund des Diabetes an den Füßen Nervenschäden vorhanden sind. Lassen Sie sich deshalb auch beim Schuhkauf in einem Fachgeschäft ausgiebig beraten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Bewegen in der freien Natur,

Ihr Team von Hormonexpert  

Foto: Pixabay / 5598375