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Herzinfarkt? Nein, danke!

Ein Blick auf die Sommer der vergangenen Jahre zeigt: Hitzeperioden mit Temperaturen über 30 Grad nehmen auch in unserer Region zu. Was die einen freut, kann für die anderen gefährlich werden: Bei Menschen mit Diabetes steigt das Risiko für Herz­infarkte. Wir erklären die Gründe und zeigen Ihnen auf, was Sie dagegen tun können.

Herzinfarkte sind bei Menschen mit Diabetes die häufigste Todesursache: Erhöhter Blut­zucker kann, vor allem in Verbindung mit erhöhten Cholesterinwerten, zu einer Verkalkung der Blutgefäße (Arteriosklerose) führen. Diese wiederum kann einen Herzinfarkt verursachen, viel öfter als bei ­Menschen ohne Diabetes. Und so liegt das Risiko eines Herzinfarktes im Vergleich zu gesunden Menschen bei Männern mit ­Diabetes um zwei- bis viermal höher. Bei ­Diabetikerinnen sprechen Experten sogar vom sechsfachen Risiko, das nach den Wechseljahren noch weiter steigen kann.

Vom Hitzekollaps zum Herzinfarkt

Doch warum ist das so? Die Erklärung ist denkbar einfach: Hitze bedeutet für den menschlichen Körper Stress und kann schnell zu einem Kollaps führen: Kopfweh, Schwindel oder gar eine Ohnmacht wegen des stark gesunkenen Blutdrucks sind die ersten Anzeichen. Wer hier nicht gegensteuert, riskiert einen Zusammenbruch der Thermoregulation des Organismus, der sich in hohem Fieber und heißer, trockener Haut äußert. Bei Menschen mit Diabetes trifft der Stress zudem auf bereits beschädigte Blutgefäße, die Reaktion darauf fällt deshalb ­heftiger aus als bei gesunden Menschen – das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt signifikant an.

Selbstschutz fürs Herz

Sie natürlich auch selbst etwas tun, um einen Hitzekollaps zu vermeiden. Die Tipps sind altbekannt, und doch sollte man sie sich immer wieder in Erinnerung rufen. Sie gelten natürlich für Menschen mit und ohne Diabetes gleichermaßen.

Meiden Sie beispielsweise direkte Sonneneinstrahlung und Anstrengungen in der größten Mittagshitze wie Sport, Haus- oder Gartenarbeit. Der wichtigste Ratschlag lautet aber seit jeher: ausreichend trinken. Doch was ist ausreichend? 1,5 bis 2,5 Liter am Tag werden von verschiedenen Gesundheits­verbänden empfohlen. Patientinnen und ­Patienten mit Herzleiden sollten uns aber auch hier konsultieren, denn in ihrem Fall kann es Maximalmengen an Flüssigkeit geben, die sie zu sich nehmen sollten. Auf das Durstgefühl ist leider kein Verlass. Ob Sie ­genug trinken, erkennen Sie deshalb am besten an Ihrem Urin: Hat er eine blasse Farbe, sind Sie gut mit Flüssigkeit versorgt. Ist er dunkel, sollten Sie unbedingt mehr trinken.

Was getrunken werden sollte, wissen die meisten wahrscheinlich ebenfalls, doch eine kleine Erinnerungshilfe kann nicht schaden: Wasser und andere ungesüßte Getränke sollten auf der Getränkeliste stehen. Säfte, Smoothies oder gar Milch löschen den Durst nicht und können auch nicht der empfohlenen Trinkmenge angerechnet werden.

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