Unsere Praxen bleiben vom 22.12.2025 bis einschließlich 4.1.2026 geschlossen. Unsere hausärztlichen Patienten in Bayreuth können sich in dringenden Fallen an die Praxis Dr. Hornig & Kollegen, Spinnereistr. 7, 0921 721333 wenden.
Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins Jahr 2026. Bleiben Sie so gesund wie möglich.

Da ist sie wieder, die „stade Zeit“. „Stade“ ist das bayerische Wort für „still“ oder „ruhig“ und beschreibt die Zeit vor Weihnachten, in der es ruhig und besinnlich zugeht.
Sie lachen?
Verständlich. Ruhig und besinnlich geht es in den letzten Wochen des Jahres üblicherweise nicht zu. Eher ist das Gegenteil der Fall. Im Job stehen oftmals Budgetplanungen für das kommende Jahr und womöglich noch Jahresabschlussgespräche an. Wer im Einzelhandel arbeitet, erlebt jetzt ohnehin die stressigste Zeit des Jahres. Und dazu kommen: Plätzchen backen, das Weihnachtsmenü planen, die Firmenweihnachtsfeier droht, die Wohnung muss auch noch geputzt und dekoriert werden und – Hilfe! – die Geschenke sind noch nicht besorgt.
So viel Stress kann die Vorfreude aufs Fest gewaltig trüben. Und mehr noch: Stress ist ungesund. Gerade für Menschen mit Diabetes. Denn bei Stress werden Hormone ausgeschüttet, die dem Körper signalisieren: „Ich brauche Zucker!“ Ständiger Stress treibt also den Blutzuckerspiegel in die Höhe.
Deshalb ist es – nicht nur – für Diabetiker:innen wichtig, Wege zu finden, die Vorweihnachtszeit stressfreier zu gestalten. Und das ist gar nicht so schwer:
Sie wollten vor dem Jahreswechsel noch den Kleiderschrank ausmisten? Die Fenster putzen? Die Kellerregale ausräumen? Überlegen Sie einmal, ob all das jetzt wirklich dringend erledigt werden muss. Verschieben Sie solche Aufgaben besser in den Januar oder Februar, wenn man bei schlechtem Wetter ohnehin nicht viel zu tun hat. Meist hat man zu Jahresbeginn sogar Lust auf solche Tätigkeiten. Man spricht ja nicht umsonst von „Frühjahrsputz“.
Sie wollen Weihnachten wie in einem Hollywood-Film? Dann werden Sie höchstwahrscheinlich enttäuscht werden. Setzen Sie sich also nicht unter Druck, perfekte Plätzchen zu backen, perfekte Geschenke zu besorgen und die perfekte Dekoration zu haben. Wenn Sie sich schon ein filmreifes Fest ersehnen, schauen Sie einmal den Komödienklassiker „Schöne Bescherung“ mit Chevy Chase. Da geht so gut wie alles schief – und gerade deshalb sind am Ende alle glücklich.
Das ist wahrscheinlich die schwierigste Übung. Aber auch die wirkungsvollste. Ihr Kollegen wollen mit Ihnen auf den Weihnachtsmarkt? Die Nachbarn laden zum Adventstee? Sie müssen nicht alles mitmachen, wenn Sie nicht wollen. Schließlich ist die eigene Energie begrenzt. Damit zu haushalten, stärkt die Resilienz. Formulieren Sie Absagen freundlich, aber deutlich: „Ich danke sehr für die Einladung, aber ich brauche gerade in dieser hektischen Zeit etwas Zeit für mich.“
„Zeit für mich“ ist ein gutes Stichwort: Schaffen Sie sich Ruheinseln, Momente, die Sie ganz für sich haben und die Sie mit etwas verbringen, das Ihnen guttut. Das kann ein Spaziergang im Wald sein, Sport oder ein Stunde im Flanellschlafanzug auf dem Sofa mit einem Buch oder einem Weihnachtsfilm.
Wenn wir gestresst sind, atmen wir flach und in den oberen Brustkorb – uns bleibt regelrecht die Luft weg. Atemübungen können helfen, uns zu beruhigen. So tut es schon gut, bewusst tief in den Bauch zu atmen. Legen Sie dazu die Hände auf den Bauch, um zu spüren, wie sich der Bauch beim Einatmen ausdehnt und beim Ausatmen wieder flacher wird. Für diese Übung kann man sich auf den Rücken legen oder aufrecht auf einen Stuhl setzen, wie man sich wohler fühlt.
Eine andere Möglichkeit, mit der Atmung Stress abzubauen, ist die sogenannte Quadratatmung: Atmen Sie 4 Sekunden ein, halten Sie für 4 Sekunden den Atem an, atmen Sie 4 Sekunden aus und halten wieder für 4 Sekunden den Atem an. Das können Sie wiederholen, bis Sie sich ruhiger fühlen.
Achtsam zu sein bedeutet nichts anderes, den gegenwärtigen Moment bewusst und ohne Wertung wahrzunehmen. Folgende einfache Übung können Sie überall und jederzeit anwenden:
Atmen Sie ein paar Mal tief in den Bauch, um etwas ruhiger zu werden. Dann blicken Sie sich um: Nehmen Sie bewusst und ohne zu werten 5 Dinge wahr, die Sie sehen können, zum Beispiel das Sofakissen oder den Adventskranz. Als nächstes nehmen Sie 4 Dinge wahr, die Sie fühlen können, zum Beispiel die Kleidung auf Ihrer Haut. Nun konzentrieren Sie sich auf 3 Dinge, die Sie hören können. Rauscht die Heizung? Spielt der Nachbar Klarinette? Danach versuchen Sie, 2 Dinge zu riechen.
Und zum Schluss: Was können Sie gerade in diesem Augenblick schmecken? Diese Übung hilft Ihnen dabei, für fünf Minuten ganz im Moment zu sein. Und das ist gar nicht so wenig.
Und wenn es trotz allem stressig werden sollte, dann trösten Sie vielleicht die weisen Worte von Karl Valentin:
„Und wenn die stade Zeit vorüber ist, dann werd's auch wieder ruhiger.“
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