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Häufiges Paar: Diabetes und Depressionen

Diabetiker erkranken häufiger an Depressionen.

 

Nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ist jeder achte an Diabetes erkrankte Patient auch von einer Depression betroffen. Wenn Diabetes und Depression zusammenfallen, steigt das Risiko für Folgeerkrankungen.

Viele Menschen die an Diabetes erkranken leiden darunter, dass die Krankheit ihren Tagesablauf bestimmt. Eine gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen: Diese Zusatzbelastungen führen häufig dazu, dass die Diabetes-Therapie nicht mehr gewissenhaft eingehalten wird.

Bei depressiven Betroffenen treten zudem häufiger Spätfolgen wie Herz-, Gefäß-, Augen- und Nierenschäden sowie Herz- und Kreislauferkrankungen auf, als bei nichtdepressiven. Ihre Lebensqualität ist geringer und auch die Blutzuckereinstellung ist häufig schlechter.

Verhaltenstherapie hilft, die Lebensqualität zu steigern

In der Verhaltenstherapie lernen an Diabetes Erkrankte unter anderem, ihre Krankheit zu akzeptieren und in den Tagesablauf zu integrieren. Sobald die Depression den Alltag nicht mehr beherrscht, haben Patienten wieder mehr Kraft, sich auf die Diabetes-Therapie zu konzentrieren. Das Einhalten der regelmäßigen Kontrollen fällt leichter, die Lebensqualität steigt wieder. 

Wichtig ist, dass die Depression erkannt und behandelt wird, denn etwa zwei Drittel aller Fälle bleiben unerkannt.