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Schicksal Schwangerschaftsdiabetes?

Im Rahmen der finnischen Studie erhielt die eine Teilnehmerinnen-Gruppe ab der 20. Schwangerschaftswoche eine individuelle Ernährungsberatung und wurde zu sportlichen Aktivitäten motiviert, die mit der Schwangerschaft gut zu vereinbaren waren. Die andere Teilnehmerinnen-Gruppe erhielt zur üblichen Schwangerschaftsvorsorge keine gesonderte Beratung. Beide Gruppen hatten zu Beginn der Studie ein gleichartig erhöhtes Erkrankungsrisiko für Gestationsdiabetes. Maßgebliche Risikofaktoren sind neben einer familiären Veranlagung, einem Alter von über 30 Jahren und einem früheren Gestationsdiabetes insbesondere auch Übergewicht und Bewegungsmangel.
Das Ergebnis der Studie: Bei den Studien-Teilnehmerinnen, die keine Ernährungs- und Sportberatung erhielten, erkrankten knapp 22 Prozent an Gestationsdiabetes. Bei den Teilnehmerinnen mit Ernährungs- und Sportprogramm waren es knapp 14 Prozent. Mit einem Genussverzicht soll das Ernährungsprogramm übrigens nicht verbunden gewesen sein, es wurde aber Wert auf eine verträgliche Kalorienreduzierung und auf gesunde Nahrungsmittel gelegt.

Basisinfo Gestationsdiabetes

Wenn bei einer schwangeren Frau als Folge der hormonellen Umstellung die Blutzuckerwerte chronisch erhöht sind, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) vor. Schätzungen zufolge sind bis zu fünf Prozent aller werdenden Mütter von dieser Diabetesform betroffen. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, kann sie für Mutter und Kind ernste Komplikationen bedeuten. Wird der Schwangerschaftsdiabetes dagegen frühzeitig erkannt, ist er sehr gut behandelbar, so dass für die Geburt eines völlig gesunden Kindes sehr gute Voraussetzungen bestehen. Am besten ist es für Mutter und Kind natürlich, wenn der Schwangerschaftsdiabetes erst gar nicht entsteht. Glücklicherweise kann man manche der Risikofaktoren gezielt beeinflussen, um das Erkrankungsrisiko zu minimieren. Das hat die Studie der Universität Helsinki einmal mehr bestätigt.
Foto: skynesher / iStockphoto.com

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