Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, die mit einer chronischen Entzündung der Schilddrüse und Schilddrüsenunterfunktion einhergeht. Heilbar ist die Erkrankung noch nicht. Sie lässt sich aber durch Medikamente gut behandeln, so dass ein beschwerdefreies Leben möglich ist.
Erschöpfung ist ein Symptom der Schilddrüsenunterfunktion, die auf Hashimoto-Thyreoidits zurückgehen kann.
Fehlfunktion des Immunsystems
Die Erkrankung beruht auf einer Fehlleistung des Immunsystems: Es bildet Antikörper, die die eigene Schilddrüse angreifen. Dadurch ist das Organ ständig entzündet, sein Gewebe wird nach und nach zerstört. Als Folge davon kann die Schilddrüse ihre Aufgabe der Hormonproduktion immer weniger erfüllen. Es kommt zur Schilddrüsenunterfunktion und der Hormonhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht.
Bei Hashimoto ist die Schilddrüse ständig entzündet. Dadurch kann sie nicht mehr genug T3 und T4 produzieren.
Symptome von Hashimoto-Thyreoiditis
Kälteempfindlichkeit
Gewichtszunahme
Wassereinlagerungen im Gesicht, an Lidern und Extremitäten
Druckgefühl im Hals
depressive Stimmung
Konzentrationsstörungen
Müdigkeit und geringes Leistungsvermögen
verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck
trockene Haare und Haarausfall
Verstopfung
geringe Libido
Zyklusstörungen
temporäre Unfruchtbarkeit
Ursache und Auslöser
Oft sind es hormonelle Umstellungen wie Pubertät, Wechseljahre oder Schwangerschaft, die Hashimoto zum ersten Mal auftreten lassen. Auch eine genetische Veranlagung, Viruserkrankungen, Belastungen und Stress gelten als mögliche Auslöser. Meist sind Frauen betroffen, häufig im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Hashimoto-Thyreoiditis kommt aber auch bei Männern und Kindern vor.
Hashimoto-Thyreoiditis betrifft meist Frauen, kommt aber auch bei Männern und Kindern vor.
Gut zu behandeln
Glücklicherweise ist die Erkrankung gut behandelbar. Die Therapie verläuft ebenso wie bei der Schilddrüsenunterfunktion: Betroffene nehmen Tabletten mit dem Wirkstoff L-Thyroxin ein, um das fehlende Schilddrüsenhormon T4 zu ersetzen. Das zweite benötigte Hormon T3 kann der Körper dann selbst aus dem zugeführten T4 bilden.
Dadurch werden nahezu alle Patienten beschwerdefrei, es gibt keine Einschränkungen der Lebensqualität und Lebenserwartung. Die Einnahme ist dauerhaft möglich. Oft vergehen einige Monate, bis die hormonelle Ersatztherapie eingestellt ist. Im Lauf der Jahre kann sich der Hormonbedarf ändern, dann ist eine Anpassung notwendig.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden zu wenig Schilddrüsenhormone produziert und in den Blutkreislauf abgegeben. Besteht dieser Hormonmangel auf Dauer, zum Beispiel infolge einer operativen Entfernung von Schilddrüsengewebe, muss das Schilddrüsenhormon Thyroxin lebenslang in Tablettenform eingenommen werden. Die meisten Patienten tun das täglich jeweils am Morgen. Dabei sollte beachtet werden, dass das Thyroxin-Präparat nicht mit Kaffee, sondern…
Bei Schwangeren ist eine gesunde, funktionstüchtige Schilddrüse eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich das Kind normal entwickeln kann. Einem aktuellen Bericht der „Ärztezeitung“ zufolge weisen jedoch „fünf bis zehn Prozent aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter“ Anzeichen einer unerkannten Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis) auf.
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