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Fußpflege bei Diabetes

Ganz wichtig bei Diabetes: Füße pflegen, Verletzungen vermeiden

Bei der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus ist der Blutzuckerspiegel chronisch erhöht. Bei ausbleibender oder unzureichender Behandlung des Diabetes kann es mit der Zeit zu Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen im ganzen Körper kommen. Sind die Nerven und Gefäße in den Beinen und insbesondere in den Füßen betroffen, kann sich daraus ein Diabetisches Fußsyndrom entwickeln.

Allgemeinärztin Susanne Eberlein vom Hormonexpert-Team ist Spezialistin in der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms: „Aufgrund der Nervenschädigungen wird das Schmerzempfinden des Patienten beeinträchtigt, wodurch Fehlbelastungen und Verletzungen am Fuß nicht mehr automatisch wahrgenommen werden. Und eventuell bereits vorliegende Gefäßschädigungen verhindern, dass über das Blut genügend Sauerstoff zum Fuß transportiert werden kann. Dieser Sauerstoff ist aber unbedingt nötig, damit nach einer Verletzung die Wunde verheilen kann.“

Daher ist die richtige Fußpflege gerade für Diabetiker so wichtig. Vorzugsweise natürlich, um die Entstehung eines Diabetischen Fußsyndroms zu verhindern. Bei einem bereits bestehenden Fußsyndrom hilft die richtige Fußpflege ganz wesentlich dabei, die Erkrankung in Schach zu halten und Fußverletzungen zu vermeiden.

Was sollten Diabetiker bei der Fußpflege beachten?

Einige wichtige Punkte:

  • Fußkontrolle: Gerade im Sommer kann es leicht zu kleineren Verletzungen am Fuß kommen, die bei einer verminderten Schmerzempfindlichkeit nicht unbedingt bemerkt werden. Umso wichtiger ist die tägliche Fußkontrolle – entweder mithilfe eines Handspiegels oder mit Unterstützung des Partners.

  • Hornhaut entfernen: Beim Entfernen von Hornhaut sollten Diabetiker wegen der Verletzungsgefahr besser nicht auf Hornhaut-Hobel oder ähnlich scharfe Instrumente zurückgreifen. Mit dem Bimsstein mag es etwas länger dauern, dafür wird die Hornhaut aber kontrollierter und schonender abgetragen.

  • Nagelpflege: Wie bei der Hornhaut gilt auch für die Nägel – besser feilen als abschneiden. Die Nägel sollten nur so weit gekürzt werden, dass sie nicht einwachsen können.

  • Hautpflege: Gerade in den Zehenzwischenräumen kann die Haut schnell rissig werden. Eine gute, auf die individuelle Hautbeschaffenheit abgestimmte Feuchtigkeitspflege beugt sehr trockener Haut und Rissen wirksam vor.

Sie möchten mehr über die richtige Fußpflege bei Diabetes erfahren? 

In unserer Praxis geben wir Ihnen gerne Auskunft.


Foto: Robert Przybysz / shutterstock.com